Baumhaftung

 

Der Baum und seine Wirkungen in Gefahr

Wald und Bäume im Siedlungsraum haben eine umfassende gesamtgesellschaftliche Bedeutung und spielen in unserem Alltag eine wesentliche Rolle.

Eine aktuelle Studie der Johannes-Kepler-Universität Linz im Auftrag des Magistrats der Stadt Wien kommt zu dem Ergebnis, dass die derzeitige Gesetzeslage in Bezug auf Baumhaftung in Österreich zu einer uneinheitlichen Judikatur führt, welche die Verantwortlichkeit und Haftung von Baum- und WaldbesitzerInnen immer weiter ausdehnt (Download der Studie).

Die Vorschläge für entsprechende Klarstellungen im Gesetz, die im Rahmen der Fachtagung in Seitenstetten erörtert werden, verfolgen insbesondere folgende Ziele:

  • Unvertretbare Haftungsansprüche an Baum- und WaldbesitzerInnen sollen beschränkt werden.
  • Ökologisch wertvolle Baumbestände sollen erhalten werden.

 

Ziegruppen für diese Veranstaltung:

  • Öffentliche Hand
  • Waldwirtschaft
  • Umwelt- und Naturschutz
  • Versicherungswirtschaft
  • Sachverständige/Normenentwickler
  • Fach-Juristen
  • Freizeit-Anbieter

 

Und auch das öffentlich rechtliche Allgemeininteresse an der Erhaltung und Wahrung des Baumbestandes als Bestandteil der natürlichen Lebensgrundlage, steht einer derart restriktiven Haftung entgegen. Denn diese, von einem überzogenen Sicherheitsdenken getragene, Judikatur spiegelt sich in der Praxis in einer Zunahme an Baumfällungen wieder. Dabei sind Bäume unersetzlich für unsere Umwelt und nach dem B-VG Nachhaltigkeit 2013 zu schützen. Der Baum ist eben nicht nur Gefahrenquelle und Haftungsobjekt, sondern auch Schutzgut im öffentlichen Recht.“

aus: Projektstudie Umweltrechtliche Haftungsfragen 2016, Seite 182